Serienkontrolle einer KS 600 der Zündapp-Versuchsabteilung - 12. April 1939:

KS 600

Serienkontrolle

M.-Nr. 500 231

Die Maschine wurde etwa 1800 km vorschriftsmäßig eingefahren. Danach wurde mit 3 verschiedenen Kardanübersetzungen, Solo und mit Seitenwagen Verbrauchsmessungen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die einzelnen Geschwindigkeiten wurden nach Tachometer eingehalten. Daher wurde der Tachometer geeicht.

Ergebnisse der Verbrauchsmessungen:

1. Eichen des Tachometers

Tacho.
40
50
60
70
80
90
95
gestoppt
38,5
48,0
57,0
68,0
77,0
90,0
95,0

 

2. Verbrauch Solo, Kardan 7:37

Tacho. km
40
50
60
70
80
90
100
Vollgas
Liter/ 100 km
3,30
3,50
3,90
4,25
4,55
5,00
5,80
7,90

 

3. Verbrauch mit Seitenwagen 6:36

Tacho. km
40
50
60
70
80
90
Vollgas
Liter/ 100 km
3,65
4,25
4,60
4,95
5,55
7,55
8,70

 

4. Verbrauch mit Seitenwagen, Kardan 6:38 

Tacho. km
40
50
60
70
80
90
Vollgas
Liter/ 100 km
3,75
4,25
4,67
5,20
5,50
7,30
9,10

 

Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen:

  1. Mit Kardan 7:37 läuft die Maschine gestoppt 115 km/h (Solo)
  2. Mit Kardan 6:36 läuft die Maschine gestoppt 114 km/h (Solo)
  3. Mit besetztem Seitenwagen und Kardan 6:36 wurde die Maschine mit 95,0 km/h gestoppt. Mit einer zusätzlichen Ladung von 75 Kg. Sand fällt die Höchstgeschwindigkeit auf 92,2 km/h.
  4. Mit besetztem Seitenwagen und Kardan 6:38 wurde die Höchstgeschwindigkeit ebenfalls mit 95 km/h gemessen. Aus früheren Versuchen ging jedoch hervor, dass eine Zuladung von vielmehr als 75 Kg. bei dieser Hinterachsübersetzung auf die Höchstgeschwindigkeit der Maschine keinen Einfluß hat.

N.B: Sämtliche Geschwindigkeitsmessungen wurden mit normaler Haltung des Fahrers und des Beifahrers durchgeführt.

Versuchsabteilung

Ngb., den 12.4.1939

Kr./Schö.

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